Es wäre fahrlässig, nicht auf Torsten Frings zurückzugreifen
Klaus Allofs, Manager von Werder Bremen, war am heutigen Sonntag live zu Gast im DSF-Doppelpass und hat sich unter anderem zum gestrigen Unentschieden seiner Mannschaft gegen den VfB Stuttgart, der Nicht-Nominierung von Torsten Frings für die National-Elf und dem Vertrag von Mesut Özil geäußert. Anbei die wichtigsten Zitate.
...zum gestrigen Unentschieden von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart:
„Insgesamt ist das natürlich zu wenig um ganz vorn angreifen zu können. Unsere Gesamtbilanz ist momentan nicht so gut. (...) Das ist schon ein Rückschlag, aber wir haben noch einige Spiele und ich denke, wir haben noch gute Chancen auf den vierten oder fünften Platz. (...) Wir stehen in der Defensive nicht mehr so gut. Wir machen es dem Gegner wieder zu einfach, Tore auf fremdem Platz zu machen. (...) Wenn wir in der Hinrunde so gut gestanden haben, war das Zauberwort immer Balance. (...) Wenn man auf drei Außenverteidiger verzichten und junge Spieler einsetzen muss, sind das nicht die besten Vorraussetzungen."
...auf die Frage, ob Tim Wiese die Nominierung von René Adler als Nummer eins für die Nationalmannschaft sehr beschäftigt:
„Natürlich beschäftigt das die Torhüter. Alle denken darüber nach. Wenn dann so eine Entscheidung kommt, dass Adler die Nummer eins ist, ist die ganze Situation für Tim Wiese nicht befriedigend, es muss aber trotzdem eine Motivation für ihn sein. Man muss Woche für Woche unter Beweis stellen, dass man solide ist."
...auf die Frage, ob man hinter dem Medienverhalten der eigenen Spieler in Bezug auf die Nationalmannschafts-Nominierungen steht:
„Man muss sich schon wehren und sagen: Hier bin ich! (...) Bei Tim Wiese waren wir nicht immer damit einverstanden, wie das gehandhabt wurde, aber das ist abgearbeitet. (...) Per Mertesacker ist eine feste Größe und für Marko Marin hätte man sich schon gewünscht, dass er ein paar Einsatzzeiten bekommt. (...) Marin muss man ganz vorsichtig aufbauen. Er muss bei uns jetzt ein ganz anderes Pensum leisten (...) und hat eine große Belastung. Auf Dauer wird er sicher Nationalspieler werden."
...zur Nicht-Nominierung von Torsten Frings für die DFB-Elf:
„Das Thema Torsten Frings ist für mich noch nicht abgehakt. (...) Man muss sehen, was man im Defensivmittelfeld für Varianten hat. Wenn alle gesund sind, wird man sicher nichts mehr tun. Wenn aber was schief geht, wäre es fahrlässig, nicht auf einen erfahrenen Spieler wie Frings zurückzugreifen."
...zu den Vertragsverhandlungen mit Mesut Özil:
„Wir forcieren die Gespräche, weil wir das schnell klären wollen. (...) Trotzdem muss man die Ruhe bewahren und akzeptieren, dass sich ein Spieler nicht so schnell entscheidet. (...) Es ist schade, dass die Zuschauer gestern auf Mesut so kritisch reagiert haben. (...) Es ist vollkommen normal, dass man mal einen Hänger hat und wir können nicht gebrauchen, dass man sich auf ihn einschießt. (...) Wir arbeiten im Stillen daran, dass wir diese Sache voran bringen. (...) Wir müssen auch die wirtschaftliche Seite sehen. (...) In erster Linie sehen wir aber doch die sportliche Entwicklung."
...zur Stürmerfrage bei Werder Bremen:
„Wir haben mit Sandro Wagner jetzt einen sehr interessanten Stürmer, der gut in unser Profil passt. (...) Aber wir müssen uns im Sturm auch immer wieder umschauen, um den richtigen Partner für Claudio Pizarro zu haben."
...auf die Frage, wer Deutscher Meister wird:
„Ich glaube, dass die Bayern es schaffen werden, bei allem Respekt vor Schalke - das ist wirklich beeindruckend, aber ich glaube, Bayern wird sich am Ende durchsetzen."
...zu der DFB-Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter:
„Ich glaube, dass der DFB sich da ein wenig überschätzt hat. (...) Das schlimmste, was für die Beteiligten und das Schiedsrichterwesen passieren konnte, ist, dass es jetzt in den Medien ausgerollt wird. (...) Von Anfang an hat man dieses Thema falsch angefasst."
...auf die Frage, ob Dr. The Zwanziger zurücktreten sollte:
„Ich würde nicht so weit gehen, dass er unbedingt zurücktreten muss. (...) Dr. Theo Zwanziger hat sehr viel für den DFB geleistet (...) und der Fall hat sehr viele Facetten."
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